Ingeborg Rotach

Zur Autorin

Geschrieben habe ich schon immer, soweit ich mich zurück erinnern kann.

Zuerst für Schülerzeitungen, später gegen hundert Glossen und Satiren für den 'Nebelspalter', Kurzgeschichten für Literatur- und andere Zeitschriften sowie für Radio DRS. Ich habe lange als Bibliothekarin gearbeitet und eine Bibliothek geleitet. Später habe ich die Geschichten, die ich meinen Kindern erzählte, aufgeschrieben; vielleicht, um das still gewordene Haus noch einmal zu beleben oder um mir Rechenschaft über den rasch vergangenen Lebensabschnitt zu geben. Eine ganze Reihe von Kinder- und Jugendbücher ist in der Folge entstanden, lustige Geschichten für kleine Kinder über Tiere, Ferien, Spiel und Spass. Die anspruchsvolleren Texte für jugendliche Leser behandeln Fremdsein, Aussenseitertum und die Schwierigkeiten erwachsen zu werden.

Ich bin in Rapperswil am Zürichsee aufgewachsen, habe dort die Schulen besucht, später die Handeli der Kantonsschule in Zürich. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder.


SCHWEIZER JUGENDBUCHPREIS

für "LIEBER ALTER ENGEL" von Ingeborg Rotach
(1987, Für 10 - 12 Jährige, Blaukreuz Verlag, Bern)

NZZ Besprechung von Anna Katharina Ulrich:
"Es ist die Zeit kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, und Elfie, in deren Schulheft sich die Sprachschnitzer nicht von denen der Deutschschweizer Kameraden unterscheiden, ist das Kind einer schon 1933 aus Deutschland in die Schweiz eingewanderten jüdischen Familie. Auf der andern Seite der Grenze, in Süddeutschland, lebt noch die geliebte Grossmama, der "Engel" im vielleicht nicht ganz glücklich gewählten Titel dieses aussergewöhnlichen Kinderbuches. Wenn die Grossmama in die Schweiz zu Besuch kommt, kann Elfie mit ihr sprechen über das, was sie sonst allein mit sich herumträgt: dass es schwer ist, auf zwei ganz verschiedenen Sternen zu leben. Am liebsten würde das Mädchen nur dem Schweizer Stern zugehören, ein Schweizer Schulkind sein wie die andern (und das gelingt Elfie nur zu gut, meint der Lehrer, den ihre Deutschfehler irritieren). Doch zu Hause, da ist der andere, fremde, wie sie sagt, der "Deutsche Stern". Diese Situation macht scharfsichtig für Unterschiede in Kleidung und Gehaben, hellrörig für sprachliche Nuancen. Sein wollen wie die andern - sich schämen für geliebte Nächste, die ins strenge Normbild nicht passen - welches Kind hätte es nicht erlebt. Ingeborg Rotach gelingt es nun, im Spiegel solcher Reaktionen ihrer durch und durch einleuchtenden Kinderfigur das beklemmende Besondere der damaligen Zeit festzumachen..."



Publikationssliste (Auswahl)

2012
Weil ich doch sterben muss

Bilderbuch, illustriert von Lena Erikson, edition Hü & Hott, Erlenbach, 2012


2009
Säntis – zweites Leben

Kranich Verlag, Zollikon/Zürich, 2012


2002
Laura und Simone

Briefroman zusammen mit Rosmarie Thüminger, Dachs/Pathmos Verlag, Wien


2001
Untertauchen

Jugendroman. Bajazzo Verlag, Zürich


2000
Oben am See - unten am See in der Anthologie "ch.eese"

30 Swiss Stories. still life publishing


1999
Fünf Schritte südlich vom Birnbaum

Jugendroman. Bajazzo Verlag, Zürich


1996
Die Kusslinkshänderin

Für 11 – 13 Jährige Kerle/Herder Verlag, Wien, München


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